Wer sind die Besserwisser?

October 20th, 2017

Hallo zusammen!

Willkommen bei unserem Blog – egal ob Ihr Kommilitoninnen, Kommilitonen, Lehrer, Eltern, Schüler, Studenten oder einfach nur neugierig seid. Wir freuen uns darüber, dass Ihr Interesse an der deutschen Sprache habt – genau wie wir.

Mit diesem Blog möchten wir darüber berichten, wie es ist, an der Linnéuniversität in Växjö Deutsch zu studieren. Hier werden wir Einträge publizieren, u.a. über Veranstaltungen, den Unterricht an der Universität, was man mit dem Fach Deutsch tatsächlich an der Uni und auch im Berufsleben machen kann. Wir berichten über unsere persönlichen Erfahrungen vom Studium und warum es heutzutage so wichtig und nützlich ist, Deutsch zu lernen.

Doch wer sind eigentlich die Besserwisser?

Wir sind Studierende an der Linnéuniversität mit vielen unterschiedlichen Verbindungen zu der deutschen Sprache und den deutschsprachigen Ländern. Wir studieren unterschiedliche Fächer, Kurse und Programme und stammen aus verschiedenen Ländern. Eins vereint uns jedoch: Ein gemeinsames Interesse an der deutschen Sprache.

Viel Freude beim Lesen wünschen

Die Besserwisser

Wie überwindet man seine Fremdsprachenverwendungsangst

May 25th, 2018

Josef Rudbergs Bacheloraufsatz trägt den Titel:

„Sprecht Deutsch, bitte!“ Die Fremdsprachenverwendung unter schwedischen SchülerInnen in Bezug auf ihre Fremdsprachenverwendungsangst und Fremdsprachenverwendungsfertigkeiten

Als ich eine Schule in Südschweden besuchte, sah ich, dass die SchülerInnen gar kein Deutsch benutzten, auch wenn die Lehrerin nur auf Deutsch sprach. Zuerst dachte ich: Vielleicht sprechen sie kein Deutsch, weil sie sich zu unsicher sind. Zu meiner Überraschung aber sah ich, dass dieser Trend auch im Englischunterricht auftauchte. Im Schweden können die meisten fließend Englisch sprechen, in dieser Klasse aber sprach niemand Englisch. Die beobachtete Diskrepanz zwischen den eigentlichen Fertigkeiten der Schüler und Schülerinnen und der fehlenden Anwendung der Sprachkenntnisse brachte mich zu dem Schluss, dass die Fertigkeit der SchülerInnen nicht entscheidend sein muss.

Das Thema meines Aufsatzes ist also, warum die SchülerInnen die Fremdsprache nicht verwenden. Aus diesem Grund habe ich eine Umfrage benutzt, die nach der Fremdsprachenverwendungsangst, den Fremdsprachenverwendungsfertigkeiten und der tatsächlichen Fremdsprachenverwendung unter SchülerInnen im Südschweden fragt. Zu diesem Zweck hatte ich vier Forschungsfragen:

1a)     Wie hoch ist die selbst eingeschätzte Fremdsprachenverwendungsangst (FSVA) der SchülerInnen?

1b)    Wie hoch ist ihre selbst eingeschätzte Fremdsprachenverwendung (FSV)?

1c)     Wie hoch ist ihre selbst eingeschätzte Fremdsprachenverwendungsfertigkeiten (FSVF)?

2)      Wie korrelieren diese Faktoren?

Die Ergebnisse dieser Studie sind, dass die SchülerInnen ihre Angst  relativ hoch bewerten und ihre Fertigkeiten dagegen niedrig. Außerdem gibt es keine großen Unterschiede, wie oft sie die Fremdsprache verwenden; die Fremdsprachenverwendung ist im Allgemein gering. Ein weiteres Ergebnis ist, dass je mehr die SchülerInnen die Fremdsprache verwenden, desto höher werden ihre Fremdsprachenverwendungsfertigkeiten und desto niedriger wird ihre Fremdsprachenverwendungsangst. Also muss der Lehrer den Willen der SchülerInnen zum Sprechen fördern.

Nun, was habe ich gelernt beim Aufsatzschreiben? Hauptsächlich, wie man sich auf Deutsch wissenschaftlich ausdrückt. Glücklicherweise hatte ich eine Menge von Texten, die mir gewisse akademisch korrekten Phrasen und Wörtern aufgezeigt haben. Darüber hinaus habe ich auch gelernt, wie man eine Umfrage durchführt und eine Statistik aufbaut, um die Daten zu verdeutlichen.

Ich habe mit meiner Studie auch gezeigt, dass es nicht reicht, Fertigkeiten zu haben und fähig zu sein: Man muss auch den Willen zum Sprechen haben. Deswegen wäre es das Ziel zukünftiger Forschungen, Methoden zu finden, die diesen Willen fördern.

Hier kommt ein Link zum Aufsatz!

Die Sonne scheint, der Campus leert sich

May 16th, 2018

LNU

Die Sonne lacht, es ist Mitte Mai und man merkt eine deutliche Veränderung. Die meisten Vorlesungen sind bereits abgeschlossen. Die Studierenden bereiten sich auf die Prüfungen vor. Die Hektik und das pulsierende Leben am Campus wird eingetauscht gegen einen ruhigeren Takt, was aber nicht bedeutet, dass das Frühjahrssemester bereits abgeschlossen ist. Noch gibt es viele Aktivitäten!

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Bis zu ein Jahr ins Ausland, ohne Kosten, ohne Voraussetzung und eine ganze Reihe an neuen Erfahrungen – Klingt nach einem Traum? Ist aber Realität!

May 5th, 2018

Das Ganze nennt sich Europäischer Freiwilligendienst, beziehungsweise European Voluntary Service (EVS) und bietet jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Solange Du also die Altersgrenze nicht überschreitest, kannst Du Dich problemlos bewerben. Read the rest of this entry »

Alternative für Deutschland und Schwedendemokraten – vergleichbare Parteien?

May 2nd, 2018

Charlotte Renström über ihre Bachelorarbeit: Rechtspopulismus in Schweden und Deutschland

Als Studentin eines internationalen Verwaltungsprogramms interessiere ich mich sehr für Politik, sowohl in Schweden als auch im Ausland. Die rechtspopulistische Welle, die sich in jüngster Zeit vor allem in Europa verbreitet hat, hat es mehreren rechtspopulistischen Parteien ermöglicht, bedeutende Wahlerfolge zu erzielen. In Schweden sind die Schwedendemokraten (SD) bereits seit 2010 im schwedischen Reichstag vertreten, und bei den deutschen Wahlen 2017 trat die Alternative für Deutschland (AfD) schließlich durch die Tür des deutschen Bundestages. Read the rest of this entry »

Nur Schweizer Schokolade und Berge oder wie ist das Leben in der Schweiz?

April 20th, 2018

Dennis Busch, Student des Programms Internationale Administration mit Sprache, hat einige Zeit in der Schweiz gewohnt und beschreibt seine Eindrücke.

Mein Leben in der Schweiz.

Der größte Unterschied zwischen dem Leben in der Schweiz und in Schweden würde ich sagen sind die Leute, die in der Schweiz wohnen. Die sind viel offener und oft auch zugänglicher, wenn es um das private Leben geht. Beruflich sind sie genauso pünktlich und ernsthaft wie die Schweden. Der größte Nachteil in der Schweiz ist der Verkehr. Es dauert unheimlich lang, wenn du zur falschen Zeit irgendwo mit dem Auto hinfahren willst, wegen des Staus. Du musst wissen, welche Strassen du nehmen willst und welche du besser meiden solltest. Dagegen ist der öffentliche Verkehr, z.B. die Schweizer Eisenbahn, super! Das kann man ja nicht wirklich sagen über den in Schweden.

Was mich auch super angemacht hat, ist die tolle Lage der Schweiz. Im Herzen von Europa findest du dieses kleine Land. Nie hast du ein anderes Land weit weg, Italien, Frankreich, Deutschland, Liechtenstein oder Österreich sind alle dicht bei. Schon in der Schweiz kriegst du das Gefühl, dass du nicht nur in einem Land wohnst, weil die Schweiz vier verschiedene Sprachen verwendet. In der Westschweiz spricht man Französisch, im Norden spricht man Deutsch, im Süden spricht man Italienisch und in den Bergen Rätoromanisch.

Was mir in Schweden nach meiner Zeit in der Schweiz fehlt, sind die Berge. Die Landschaft in der Schweiz ist einfach wunderschön. Südschweden ist halt ganz flach.

Eine andere tolle Sache ist, dass du sehr viel verdienst in der Schweiz. Du zahlst nur ca. zwölf Prozent Steuern, du kriegst immer einen dreizehnten Monatslohn, du bekommst auch sehr häufig einen großzügigen Bonus. Der Lebensunterhalt hingegen ist aber teuer in der Schweiz. Eine Wohnung zu mieten kostet locker 2000 CHF (1700 Euro) im Monat und zwar nicht für eine luxuriöse Wohnung, denn die kosten viel mehr. Ein Normaleinkommen für einen Vollzeitarbeiter liegt zwischen 5000 bis 7000 CHF.

Was zu den Kosten noch hinzu kommt, ist die obligatorische Krankenkassenversicherung. Der Beitragssatz berechnet sich nach Risikogruppen. Je schlimmer die Risikogruppe ist, in die du eingestuft wirst, desto teurer wird es. das bedeutet auch, je älter du wirst, desto teurer wird deine Krankenversicherung, was ich ganz schlimm finde.

Summa summarum, die Schweiz ist ein tolles Land. Es wird einfach immer Vor- und Nachteile überall geben.

Interkulturelle Fundstücke oder was man so alles in Berlin erleben kann

April 13th, 2018

Parken in Berlin – von Kirsti Ferch, 1TY200

Nach einem langen Tag an der Hochschule gehen wir zufrieden und erschöpft zum Kleinbus zurück. Es regnet und die milde Luft trägt den erdigen Duft des Vorfrühlings in sich. Die Berliner Parklücken sind rar und eng und das Ausparken wird zur Herausforderung. Nach mehreren Minibewegungen ist das Auto aus der Lücke heraus und wir wollen gerade losfahren, als uns eine Frau fast in den Wagen springt. Read the rest of this entry »

Wie sieht ein Tag im Studium aus?

April 6th, 2018

Wie sieht eigentlich ein Tag im Studium aus? Selbstverständlich sieht es bei jedem anders aus und wir alle haben verschiedene Vorstellungen von dem Studienalltag.
Einige sind produktiv und motiviert, andere nicht und einige sind beides – und zwar Tag und Nacht. Read the rest of this entry »

Teste deine Kenntnisse mit der Goetheprüfung

March 27th, 2018

Wie gut kann ich Deutsch? Welches Sprachniveau brauche ich eigentlich, wenn ich in Deutschland einen Sommerjob annehmen, eine Arbeitsstelle suchen oder vielleicht sogar studieren möchte? Stellst du dir solche Fragen, dann ist es Zeit, dich für die Goetheprüfung anzumelden.

Am 05. Mai führen wir an der Linnéuniversität einen Prüfungstag durch, bei dem alle Niveaus von A1- C2 geprüft werden.

Mehr Information zur Prüfung und zur Anmeldung  Read the rest of this entry »

Das “beliebteste Streitobjekt” beim Deutschlernen

March 23rd, 2018

Elisabeth Grün Johansson hat einen Bacheloraufsatz (Kandidataufsatz) zum Thema : Die Rolle der expliziten Grammatikvermittlung beim Lernen von Deutsch als Fremdsprache: Eine kontrastive Lehrbuchanalyse von drei Lehrbüchern der Stufe 1 des schwedischen Gymnasiums geschrieben. Über ihre Motivation, sich mit dem Thema zu beschäftigen, und ihre Arbeit mit dem Aufsatz gibt sie hier Auskunft:  Read the rest of this entry »

Wie geht die Geschichte weiter?

March 16th, 2018
Eine Aufgabe im Literaturunterricht besteht darin, Irmgard Keuns Roman Gilgi-eine von uns (1931) auf ca. 1 Seite weiter zu schreiben. Die Studierenden sollen dabei versuchen, die im Roman verwendete Sprache zu benutzen. Sie müssen sich auch in die Zeit hineindenken und natürlich sollen sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
Arild Johannes Petrovic hat sich folgende Gedanken gemacht: “Ich habe sie so geschrieben weil Gilgi sehr unglücklich gewesen ist, und so etwas verschwindet nicht so leicht. Ich denke, sie hat eine ziemlich fixe Idee, und kann nicht ganz klar denken”.

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