Wer sind die Besserwisser?

October 20th, 2017

Hallo zusammen!

Willkommen bei unserem Blog – egal ob Ihr Kommilitoninnen, Kommilitonen, Lehrer, Eltern, Schüler, Studenten oder einfach nur neugierig seid. Wir freuen uns darüber, dass Ihr Interesse an der deutschen Sprache habt – genau wie wir.

Mit diesem Blog möchten wir darüber berichten, wie es ist, an der Linnéuniversität in Växjö Deutsch zu studieren. Hier werden wir Einträge publizieren, u.a. über Veranstaltungen, den Unterricht an der Universität, was man mit dem Fach Deutsch tatsächlich an der Uni und auch im Berufsleben machen kann. Wir berichten über unsere persönlichen Erfahrungen vom Studium und warum es heutzutage so wichtig und nützlich ist, Deutsch zu lernen.

Doch wer sind eigentlich die Besserwisser?

Wir sind Studierende an der Linnéuniversität mit vielen unterschiedlichen Verbindungen zu der deutschen Sprache und den deutschsprachigen Ländern. Wir studieren unterschiedliche Fächer, Kurse und Programme und stammen aus verschiedenen Ländern. Eins vereint uns jedoch: Ein gemeinsames Interesse an der deutschen Sprache.

Viel Freude beim Lesen wünschen

Die Besserwisser

,,War Georg Bendemanns Vater dement?“ oder ,,Wie es ist, eine Bachelorarbeit zu schreiben“

February 15th, 2019

Im C-Kurs werdet ihr einen Aufsatz schreiben, der ungefähr 25 Seiten lang sein soll. Das Gute daran ist, dass ihr das schon lange vorher wisst und ihr deshalb viel Zeit habt, euch ein Thema zu überlegen. Die Idee zu meinem Aufsatz bekam ich, als wir im B-Kurs Franz Kafkas Das Urteil lasen. Schon beim ersten Lesen dieser Erzählung fiel mir auf, dass das Verhalten der Vaterfigur stark an einen Demenzkranken erinnerte, und ich hatte Lust, das genauer zu untersuchen. Ich recherchierte zunächst, welche Literatur es zu diesem Thema gab, ob meine Fragestellung neu war und welche Symptome ein Demenzkranker überhaupt aufweist. Dann bestellte ich einige Bücher, die mir als zitierfähige Quellen geeignet erschienen. Ja, und dann lagen viele Wochen vor mir, in denen ich mich ganz dem Schreiben widmen konnte. Ich muss gestehen, dass ich mich auf diesen Teil des Semesters besonders gefreut hatte, da ich für mein Leben gern lese und die Ruhe des Schreibens genieße.

In meiner Untersuchung zeigte sich, dass es tatsächlich viele Übereinstimmungen gab, wenn man das Verhalten der Vaterfigur mit den in medizinischen Fachkreisen anerkannten Symptomen für eine Demenz verglich. Ich stellte aber auch fest, dass sich sein Benehmen ganz anders interpretieren lässt. Das ist bei Literatur natürlich immer so. Aber jeder, der Das Urteil einmal gelesen hat, wird sicher zustimmen, dass die Erzählung schwierig zu verstehen ist und dass die Reaktionen der Protagonisten teilweise kaum nachvollziehbar sind. Da bleibt besonders viel Raum für Deutungen. Mit meiner Analyse konnte ich jedoch demonstrieren, dass der Konflikt zwischen Vater und Sohn stärker akzentuiert wird, wenn man den Vater als unheilbar krank ansieht. Denn obwohl er nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein scheint, nimmt der Sohn das Todesurteil des Vaters trotzdem an und zeigt so, dass dieser trotz Krankheit und Schwäche in der Position des Stärkeren bleibt.

Die Bachelorarbeit geschrieben zu haben, ist ein gutes Gefühl. Ich kenne mich jetzt ganz gut aus mit Zitierweisen, Fußnoten, Word-Formatierungen, bin effizienter geworden, wenn es darum geht, an Informationen heranzukommen. Ein bisschen vermisse ich sogar den festen Tagesrhythmus: das allmorgendliche Sitzen am Schreibtisch, den Duft des dampfenden Kaffees in der Nase, das Klappern der Computertastatur im Ohr, und ab zu eine Erinnerung durch den Hund, dass es noch eine Welt da draußen gibt. Für einige Wochen meines Lebens bin ich in das Universum des Schriftstellers Franz Kafka eingetaucht, habe seine einzigartige Sprache auf mich wirken lassen und erfahren, welche Reaktionen sein Werk in der literarischen Fachwelt ausgelöst hat. Es hat mich erstaunt, mit welchem Facettenreichtum die Arbeiten dieses viel zu früh verstorbenen Künstlers aufwarten, und wie er bis heute zu uns spricht.

Hier noch der Link zu Kirstis Aufsatz

 

 

 

Mein Start ins Praktikantenleben: Hej Linnéuniversitetet!

February 7th, 2019

Unsere neue Praktikantin Annabell Weber hat das Wort:

Svenska. Ein Wort, und doch so vieles, was für mich dahintersteckt: Denn alles begann mit einem Sprachkurs an meiner Universität in Deutschland. „Schwedisch lernen, warum eigentlich nicht?“ So oder so ähnlich waren wohl meine Gedanken. Recht ahnungslos ging ich schließlich zu meiner ersten lektion und merkte schnell, wie viel Spaß mir das Erlernen der schwedischen Sprache macht. Immerhin ist Schwedisch als nordgermanische Sprache dem Deutschen nicht ganz so fern, man stolpert also recht häufig über Wörter, die sehr ähnlich sind. Lediglich an die Besonderheiten der Aussprache müssen sich die deutschen Ohren zunächst gewöhnen. Im Kurs wurden viele wichtige Aspekte thematisiert und mein Interesse an Schweden und der schwedischen Sprache wuchs stetig. Regelmäßige fika-Veranstaltungen waren sicherlich nicht ganz unschuldig daran…

Bald schon plante ich meinen ersten, kleinen Schwedenurlaub. Ein paar Tage in Stockholm sind es schließlich geworden. Der Kontakt zu „richtig echten“ Schweden hat sehr viel Spaß gemacht und schnell habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das Anwenden und Üben meiner neuen Lieblingssprache bereitet. Darum stand irgendwann fest: Ich muss wieder nach Schweden. Da auch das Ende meines Studiums in Deutschland in Sicht war, kam die Idee eines Praktikums in Schweden wie gerufen. Gesagt, getan – bald schon wurden erste Planungen angestellt.Denn die Kombination aus einem Auslandsaufenthalt und einer praktischen Tätigkeit, die an mein Studium anschließt, klingt doch eigentlich ziemlich perfekt, oder nicht?!

Nach langen Monaten des Wartens war es dann Ende Januar endlich soweit: Die meisten Vorbereitungen waren abgeschlossen und der Tag meiner Abreise rückte immer näher. Fast schon unwirklich das Gefühl, als ich dann tatsächlich wieder schwedischen Boden unter den Füßen hatte. Mit meiner Ankunft in Schweden kam ich nun endlich zwei langersehnten Träumen ein Stück näher: Mein Schwedisch im Zielland zu verbessern und ein interessantes Praktikum an der Linné-Universität zu absolvieren.

Meine ersten Praktikumstage gestalteten sich als sehr spannend: Herzlich wurde ich von allen neuen Kollegen empfangen und ins Team aufgenommen – ein schönes Gefühl. Ausgestattet mit Schlüssel, passerkort, Laptop und einem eigenen Arbeitsplatz wurde ich dann auf die Studenten „losgelassen“. Das Institut wirkt familiär und auch die Kurse sind überschaubar – gute Rahmenbedingungen also, um in einem produktiven Klima zu lehren und zu lernen. Denn gerade das ist es, was mir – und so geht es sicher sehr vielen Studienabsolventen – nach einem theoretischen Studium fehlt: die Praxis. Und die soll ich hier bekommen!

Auf meinem Arbeitsplan finden sich also eigene Unterrichtsstunden, Hospitationen bei anderen Lehrern sowie Projekte, die unter anderem die Planung zukünftiger Kurse beinhalten. Langweilig wird mir hier bestimmt nicht, so viel steht schon mal fest! Alles Weitere wird sich zeigen – ich freue mich darauf!

Foto: Photo by Jonathan Brinkhorst on Unsplash

Testa din tyska! Teste deine Deutschkenntnisse!

January 27th, 2019

Auch in diesem Jahr bieten wir die Goetheprüfungen an. Am 13. April kannst du deine Kenntnisse testen lassen. Warum sollte man das tun?

Du erwirbst damit ein Zertifikat, das überall auf der Welt anerkannt wird. Die Prüfung entspricht des Standards des Europäischen Referenzrahmens, etwas, was die schwedischen Sprachkurse an schwedischen Schulen (steg) nicht halten können. Das ist ein wichtiges Argument, denn sucht man eine Arbeit in Deutschland oder will man an einer deutschen Universität studieren, dann sollte man ein Zertifikat vorweisen. Muss man einen Kurs belegt haben, um an der Prüfung teilzunehmen? Nein, du kannst auch zu Hause studiert haben oder in einer anderen Sprachschule. Hast du mehr Fragen, kannst du entweder auf dieser Homepage eine Antwort finden, oder du mailst einfach mir.

Auf unserer LNU Homepage gibt es weitere Informationen und das Anmeldungsformular.

Deadline für die Anmeldung ist der 01. April.

Wir beginnen den Tag 10.00 und du musst damit rechnen, dass sich die Prüfung, die unterschiedliche Momente wie Hör-, Leseverständnis, eine mündliche Prüfung und Aufsatzschreiben beinhaltet, über den ganzen Tag streckt.

 

 

Aktuelles aus dem Fach

January 19th, 2019

Im akademischen Jahr befinden wir uns gerade in der Übergangsphase von Herbst- zu Frühjahrssemester, die immer sehr hektisch ist. Wiederholungsprüfungen müssen abgenommen und korrigiert werden, damit die Studierenden noch ihre Noten bekommen und somit erfahren, ob sie weiter studieren können. Aber nicht nur das; Read the rest of this entry »

2019 Ein neues Jahr beginnt

January 11th, 2019

Herzlich Willkommen zurück bei den Besserwissern. Das neue Jahr beginnt und viele von uns haben Neujahrsvorsätze. In der Umfrage einer deutschen Krankenkasse wurden 3500 Personen nach ihren guten Vorsätzen gefragt. Hier die Top 10: Read the rest of this entry »

Alle Jahre wieder….

December 20th, 2018

…steht Weihnachten vor der Tür. Bei uns ist es inzwischen ruhig geworden. Wir Lehrer und Lehrerinnen korrigieren Prüfungen und bereiten das neuen Semester vor. Unsere Studenten und Studentinnen reichen noch die letzten Arbeiten ein, bevor auch sie ein paar freie Tage geniessen können. Wir bedanken uns bei allen unseren Lesern und freuen uns auf das neue Jahr mit neuen, interessanten Geschichten aus unserem Universitätsalltag.

Das Besserwisser-Team

Ein Sommerjob als Touristenführer (Guide)

December 14th, 2018

Ylva, 2TY01E berichtet:

Als ich, nach vier Monaten in Köln, nach Schweden zurückkam, suchte ich intensiv nach einer Beschäftigung. Das Problem war, dass ich schon im Herbst weiter studieren und bis dahin mein Deutsch pflegen wollte. Ich suchte also nach einem Job, der mich über den Sommer beschäftigen konnte und wo ich Deutsch sprechen durfte. Read the rest of this entry »

Neuigkeiten aus dem Konversationsunterricht

December 7th, 2018

Während dem Unterricht haben wir zusammen ein Würfelspiel gespielt.

In dem Spiel ging es darum Menschen in unserem Mehrfamilienhaus um Gefallen zu bitten. Beispielsweise wenn du möchtest, dass dir jemand beim Einkaufen hilft, oder wenn dich jemand um vier Uhr morgens per Telefon weckt.

Die Würfelseiten bestimmten die Beziehung zwischen den spielenden Paaren und dass war z.B Kollege/Kollegin oder Nachbar/Nachbarin.

Es machte Spaß und war eine gute Übung für uns.

Text Mimmi Eriksson, 1TY100

Photo by Alex Chambers on Unsplash

Komm, wir ziehen nach Deutschland!

November 30th, 2018

Wenn es in der Schule um die Aussprache von Deutsch geht, gibt es nur eine Methode für das Lernen – Übung. Denn Übung macht den Meister, nicht wahr? Um die deutsche Sprache zu lernen, muss man Wörter und grammatische Regeln kennen, aber es ist nicht wie viele andere Studiengänge wo man nur liest, liest, liest und memoriert. Es ist lebendig und wir lassen es immer lebendig sein. Übung macht nicht nur den Meister, sie macht auch viel Spaß!

In der Aussprachestunde sind wir zusammen in eine WG eingezogen. Wir hatten uns alle eine Figur ausgedacht, die wir durch einen Namen und eine kurze Lebensgeschichte lebendig machten. Ein Bild von einem Haus wurde gezeigt und dann fing das Reden wirklich an. Read the rest of this entry »

SKK und SPIK – En dag på universitetet

November 23rd, 2018

Was wirst du denn, wenn du einmal groß bist? Ach immer diese schwierige Frage. Am 10. Oktober nahmen wir am Tag der offenen Tür für Gymnasiasten in Kalmar teil und berichten für viele interessierte Gymnasiasten, welche Sprachen man an der Linnéuniversität studieren, mit welchen Fächern und Studienprogrammen man seine Sprachstudien kombinieren kann, welche Berufswege danach offen stehen und warum es so viel Spass macht, Sprachen und unsere Programme zu studieren.

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