Mein Start ins Praktikantenleben: Hej Linnéuniversitetet!

February 7th, 2019 by besserwisser

Unsere neue Praktikantin Annabell Weber hat das Wort:

Svenska. Ein Wort, und doch so vieles, was für mich dahintersteckt: Denn alles begann mit einem Sprachkurs an meiner Universität in Deutschland. „Schwedisch lernen, warum eigentlich nicht?“ So oder so ähnlich waren wohl meine Gedanken. Recht ahnungslos ging ich schließlich zu meiner ersten lektion und merkte schnell, wie viel Spaß mir das Erlernen der schwedischen Sprache macht. Immerhin ist Schwedisch als nordgermanische Sprache dem Deutschen nicht ganz so fern, man stolpert also recht häufig über Wörter, die sehr ähnlich sind. Lediglich an die Besonderheiten der Aussprache müssen sich die deutschen Ohren zunächst gewöhnen. Im Kurs wurden viele wichtige Aspekte thematisiert und mein Interesse an Schweden und der schwedischen Sprache wuchs stetig. Regelmäßige fika-Veranstaltungen waren sicherlich nicht ganz unschuldig daran…

Bald schon plante ich meinen ersten, kleinen Schwedenurlaub. Ein paar Tage in Stockholm sind es schließlich geworden. Der Kontakt zu „richtig echten“ Schweden hat sehr viel Spaß gemacht und schnell habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das Anwenden und Üben meiner neuen Lieblingssprache bereitet. Darum stand irgendwann fest: Ich muss wieder nach Schweden. Da auch das Ende meines Studiums in Deutschland in Sicht war, kam die Idee eines Praktikums in Schweden wie gerufen. Gesagt, getan – bald schon wurden erste Planungen angestellt.Denn die Kombination aus einem Auslandsaufenthalt und einer praktischen Tätigkeit, die an mein Studium anschließt, klingt doch eigentlich ziemlich perfekt, oder nicht?!

Nach langen Monaten des Wartens war es dann Ende Januar endlich soweit: Die meisten Vorbereitungen waren abgeschlossen und der Tag meiner Abreise rückte immer näher. Fast schon unwirklich das Gefühl, als ich dann tatsächlich wieder schwedischen Boden unter den Füßen hatte. Mit meiner Ankunft in Schweden kam ich nun endlich zwei langersehnten Träumen ein Stück näher: Mein Schwedisch im Zielland zu verbessern und ein interessantes Praktikum an der Linné-Universität zu absolvieren.

Meine ersten Praktikumstage gestalteten sich als sehr spannend: Herzlich wurde ich von allen neuen Kollegen empfangen und ins Team aufgenommen – ein schönes Gefühl. Ausgestattet mit Schlüssel, passerkort, Laptop und einem eigenen Arbeitsplatz wurde ich dann auf die Studenten „losgelassen“. Das Institut wirkt familiär und auch die Kurse sind überschaubar – gute Rahmenbedingungen also, um in einem produktiven Klima zu lehren und zu lernen. Denn gerade das ist es, was mir – und so geht es sicher sehr vielen Studienabsolventen – nach einem theoretischen Studium fehlt: die Praxis. Und die soll ich hier bekommen!

Auf meinem Arbeitsplan finden sich also eigene Unterrichtsstunden, Hospitationen bei anderen Lehrern sowie Projekte, die unter anderem die Planung zukünftiger Kurse beinhalten. Langweilig wird mir hier bestimmt nicht, so viel steht schon mal fest! Alles Weitere wird sich zeigen – ich freue mich darauf!

Foto: Photo by Jonathan Brinkhorst on Unsplash

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