Studienreise nach England

10:20 by besserwisser

Unsere Studentin Jaqueline Gratz, die Deutsch und Englisch studiert, berichtet:

Fünf Jahre Lehramtsstudium – das klingt ziemlich lange, und das ist es auch. Um diese Zeit etwas interessanter zu gestalten und um etwas Neues zu lernen, entschied ich mich, für drei Wochen nach England zu gehen. In diesen drei Wochen war ich, zusammen mit 14 anderen Lehramtsstudenten, in einer Schule in Sunderland. Die St Anthony’s Girls’ Catholic Academy ist eine reine Mädchenschule und die Schülerinnen sind zwischen elf und 18 Jahren alt. In diesen drei Wochen durften wir den Unterricht von unterschiedlichen Lehrern und Lehrerinnen verfolgen und sollten in einem kleinen Büchlein festhalten, was wir beobachten konnten. Aufbauend auf diesen Beobachtungen begannen wir mehr und mehr darüber nachzudenken, wie wir unsere zukünftigen Schülern und Schülerinnen beim Lernen unterstützen können. In Seminaren, die wir immer am Vormittag hatten, lernten wir selbst, was man in den Unterricht eingliedern könnte und auf welche Art und Weise der Lernerfolg sicher gestellt werden kann. Ich habe sehr viel in diesen drei Wochen gelernt, zu viel, um alles hier aufschreiben zu können. Eine Sache, die ich aber nennen möchte, ist die Art und Weise, wie in St Anthonys die Schülerinnen bewertet werden. Dort werden die Schülerinnen jede Stunde benotet und auf jede Arbeit, Hausaufgabe oder auch nur Übung, die die Schülerinnen machen, werden Noten erteilt. Die Lehrer verstehen das als Hilfestellungen, die den Schülerinnen zeigen, worin sie gut sind und was sie tun können,  um noch besser zu werden. Mir hat diese Art, die Schülerinnen zu unterstützen, gut gefallen. Ich finde, dass sollte auch in Schweden eingeführt werden, um Schülern hier ebenfalls die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln und selbst ihren Fortschritt zu sehen.

Alles in allem, hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Gerade weil das Lehramtsstudium so lang ist, sollten Möglichkeiten wie diese in jedem Fach angeboten werden. Besonders wichtig fände ich es allerdings für zukünftige Sprachlehrer. Selbst zwei oder drei Wochen in dem Land, in dem die Sprache gesprochen und im Unterricht benutzt wird, kann einem Studierenden dabei helfen, die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Erkenntnisse mit nach Hause zu nehmen.

 

 

 

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