Wie erklärt man einem Deutschen….

18 October, 2019

Blog Thema Wohnen in Schweden – Hyresrätt und Bostadsrätt:

Texte von schwedischen Deutschstudenten, die einem Deutschen, die verschiedenen Wohnweisen in Schweden erklären sollen.

Bostadsrätt und Hyresrätt

Wenn du eine Wohnung in Schweden suchst, findest du vielleicht, dass es ganz lustig ist. Erst musst du entscheiden, ob du eine Wohnung kaufen oder mieten möchtest. Möchtest du eine kaufen, dann solltest du nach einem Bostadsrätt schauen. Möchtest du eine mieten, dann solltest du nach einem Hyresrätt schauen. Übersetzt man die Wörter Wort für Wort dann bedeutet Bostad Wohnsitz, Hyra Miete/Mietung, und Rätt ist Recht/Anrecht.

Was ist denn der Unterschied zwischen einem Bostadsrätt und Hyresrätt? Zu Anfang, wenn du eine Bostadsrätt hast, machst du alles selbst, Renovierungen, wenn die Toalette oder der Herd kaputt geht musst du das selbst renovieren oder ein Heimwerker anstellen, aber mit einem Hyresrätt macht deiner Vermieter das.

Auch wichtig zu wissen ist, dass wenn man ein Hyresrätt sucht, es eine Art Schlange gibt. Bostadskö nennt man diese. Man muss sich anmelden und danach kriegt man für jeden Tag, den man wartet, einen Punkt. Wenn du viele Punkte hast kannst du eine Wohnung suchen.

Viel Glück!   

Verfasst von Daniel Galian

 

Hyresrätt und Bostadsrätt

Hyresrätt

Ein Hyresrätt ist eine Wohnung, für welche man jeden Monat bezahlt. Um ein Hyresrätt zu kriegen, muss man sich oft in einer Schlange für Wohnungen stellen. Viele Schlangen-Systeme haben das Prinzip, dass man jeden Tag einen Punkt bekommt. Je mehr Punkte man hat, desto leichter ist es ein Hyresrätt zu bekommen. Manchmal muss man für mehrere Jahre in der Schlange stehen, und in anderen Fällen kann man ein Hyresrätt relativ schnell bekommen.

Bostadsrätt

Ein Bostadsrätt kann man mit einem Haus vergleichen. Man bezahlt die große Summe direkt, oder man kann eine Bankanleihe nehmen, um sich das Bostadsrätt zu leisten. Im Vergleich zu einem Hyresrätt, muss man auch bei dem Bostadsrätt eine monatliche Miete bezahlen. Meistens ist die Miete nicht so hoch wie beim Hyresrätt, aber manchmal kann es so sein. Die Miete geht zu dem Unterhalten von dem Bostadsrätt. Wenn man sich für ein Bostadsrätt interessiert, kann man in einer Führung mit einem Makler teilnehmen. Der Vorteil mit einem Bostadsrätt ist, dass man eine größere Freiheit hat, als in einem Hyresrätt. Man kann zum Beispiel malen, tapezieren oder renovieren; bei einem Hyresrätt ist es schwieriger eine Erlaubnis dafür von dem Vermieter zu kriegen. Der Nachteil mit einem Bostadsrätt ist, dass sich nicht alle ein Bostadsrätt leisten können. Mehrere Menschen können sich nicht einmal eine Bankanleihe leisten.

Hyresrätt – Mietrecht

Bostadsrätt – Eigentumsrecht

Verfasst von Linnéa Sverker

 

Wohnen in Schweden

In Schweden gibt es im Wohnungsmarkt drei verschiedene Weisen im Gesetz: Mietrecht, Wohnungsrecht und Eigentumsrecht.

Mit Mietrecht ist gemeint, dass man das Recht zum Wohnen hat, wenn man Miete bezahlt. Man hat auch die Pflicht die Wohnung zu schützen, und die anderen Nachbarn nicht zu stören.

Mit Wohnungsrecht ist gemeint, dass man ein stärkeres Recht zum Wohnen hat. Man muss einen Kapitaleinsatz vorbringen, und zusammen mit den anderen Mitgliedern verwaltet man das Haus.

Mit Eigentumsrecht ist gemeint, dass man die Wohnung oder das Haus als Eigentümer besitzt. Man kann das Eigentumsrecht nicht verlieren. Man bestimmt selbst, und man ist selbst verantworlich. Diese Eigentümer werden oft mit Bankleihen erworben.

Aber in Schweden gibt es ein Mangel an Wohnungen, wegen geringer Bauproduktionen und einem schnellen Bevölkerungswachstum.

Verfasst von Johan Nilsson

Wohnen in Schweden – ein aktuelles Thema

16 October, 2019

Hier noch zwei Beiträge, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise das Thema “Hyresrätt und Bostadsrätt” “Miete und Eigentum von Wohnungen” erklären:

Hyresrätt

In Schweden gibt es viele unterschiedliche Lebensweisen und damit außerdem Wohnweisen. Schweden, welches ein bekannter Sozialstaat ist, möchte, dass jeder Einwohner in das kommunale Wohnungsunternehmen bezahlen soll. Klar gibt es auch private Wohnungsunternehmen, aber es ist bekannt, dass es der Gemeinde hilft, wenn die Einwohner ein Mietrecht erhalten. Wenn man ein Mietrecht hat, dann muss man die Miete jeden Monat bezahlen, und wenn man es nicht bezahlen kann, gibt es auch Beiträge, die helfen können. In Deutschland gibt es Sozialwohnungen, die jedoch nur für arme Arbeiter gedacht sind.

Bostadsrätt

Eine Eigentumswohnung mietet man nicht, sondern man muss den ganzen Kaufpreis der Wohnung einmalig bezahlen. Außerdem gibt es andere Vorschriften, zum Beispiel wenn man die Wohnung an andere vermieten möchte. In Schweden ist es bekannt, dass der Staat wenig Schulden hat, aber dafür die Haushalte umso mehr. Deshalb können die Einwohner die Wohnungen auf Kredit nehmen. In Deutschland ist es üblicher, dass man mit Erspartem und nicht mit Kredit bezahlt um die Schulden niedrig zu halten.

von Marcus Karlén

Wohnungssuche, ein immer aktuelles Thema für viele Menschen, aber wie ist es in Schweden eigentlich? Hier spricht man über „hyresrätter“ und „bostadsrätter“, aber was bedeutet das? Bei „hyresrätter“ mietet man eine Wohnung von einem Vermieter, der die Hauptverantwortung über die Wohnung hat. Dabei kannst du als Mieter/Mieterin aber selbst nicht so viel bei der Wohnung beeinflussen. Miete, Renovierungen etc. werden von dem Vermieter festgelegt. Außerdem muss man sich in die „Bostadskö“ stellen. Dabei bekommt man jeden Tag einen Punkt und rückt immer weiter vor in der Schlange. Je mehr Punkte man hat, desto einfacher ist es eine Wohnung zu bekommen. „Bostadsrätter“ werden von Maklern, Verkaufsseiten und Werbungen verkauft. Dies funktioniert so, dass man sich die Wohnung ansieht und falls man sie kaufen will, muss man eine Anzahlung leisten. Man hat selbst die Hauptverantwortung und kann viel mehr im Verein beeinflussen. Der Verein heißt „Bostadsrättsföreningen“ und zusammen mit den Nachbarn besitzt man das Gebäude und entscheidet über die Ökonomie, Unterhaltung und vieles mehr.

von Olle Anjou

Luisa stellt sich vor

21 September, 2019

Hallo liebe Besserwisserfreunde! Die ersten Wochen des neuen Semesters sind schon vorbei. Nächste Woche trifft sich das neue Redaktionskomitee, um den Herbst zu beraten.

Bis dahin kann ich schon mal unsere neue Praktikantin Luisa begrüßen, die sich mit diesem Fragebogen präsentiert:

Viele Fragen – kurze Antworten. Alles, was wir schon immer über Luisa wissen wollten:).

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Sommer, Sonne, Ausspannen

28 June, 2019

Wieder ist ein Semester zu Ende, der Campus hat sich geleert, kein Stimmengewirr mehr zu hören. Wir Lehrer korrigieren Prüfungen, nachbereiten und vorbereiten. Für uns im Fach Deutsch heißt es Abschied zu nehmen von unserer Praktikantin Annabell, die uns tatkräftig im Frühjahr unterstützt hat. Zeit für ein letztes kurzes Interview:

Annabell, was wird dir in Erinnerung bleiben?

Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube die Freundlichkeit, mit der ich in Empfang genommen wurde und die sich durch das ganze Praktikum durchgezogen hat.

Wenn du über deinen Werdegang reflektierst, was kommt dir da so spontan in den Sinn?

Ja, eigentlich ist es verrückt und natürlich super, was dieser Schwedischkurs, den ich mal besucht habe, ausgelöst hat. Ich habe dadurch so viele tolle neue Menschen getroffen, schon im Sprachkurs habe ich zwei meiner engsten Freunde kennengelernt, und hier in Schweden natürlich noch andere. Durch den Sprachkurs, der mein Interesse für die Sprache und Schweden geweckt hat, habe ich mich für ein Praktikum in Schweden entschieden. Hier habe ich die Möglichkeit gehabt, sowohl Schwedisch zu üben als auch berufliche Erfahrung zu sammeln. Richtig super!

Du warst fast 5 Monate bei uns. Hast du ein paar Lieblingsplätze in Växjö entdeckt, die du empfehlen kannst?

Ganz klar die vielen Seen in Växjö, der See an der Uni Trummen, um den man in der Mittagspause laufen kann oder der Södra Bergundasjö. Es gibt so viele schöne Plätze hier, da fällt es mir schwer, mich festzulegen.

Was erwartet dich demnächst? 

Nächste Woche ein Vorstellungsgespräch beim Goethe-Institut, und, falls es da nicht mit einer Arbeitsstelle klappt, eine Masterausbildung. In ein paar Jahren könnte ich mir gut vorstellen, wieder nach Schweden zurück zu kommen. Ich bin noch nicht fertig mit Land und Leuten:).

Persönlich war das für mich eine wichtige Zeit in Schweden, ich habe viel über mich gelernt. Das nächste Mal würde ich mir lieber eine Wohnung in der Innenstadt suchen und nicht so weit außerhalb zu wohnen, denn Kühe sind zwar schön und ganz schön gesprächig, aber leider funktioniert die Kommunikation nur eingeschränkt. So viel Landleben muss es dann auf Dauer doch nicht sein.

Liebe Annabell, wir danken dir recht herzlich für deinen Arbeitseinsatz bei uns und drücken dir ganz fest die Daumen für dein Vorstellungsgespräch und für alle weiteren Pläne!

Mit diesem Post begibt sich das Redaktionsteam in die Sommerpause – wir hören uns wieder im September!

Berlin, Berlin, du bist so wunderbar

26 June, 2019

Ein regnerischer Tag in Berlin. Ich freue mich immer  in Berlin zu sein und genieße das Großstadtfeeling. Auf der Fahrt zum Alexanderplatz fällt mir auf, dass der Bau des Schlosses oder Humboldtforum, wie es jetzt heißt, schon ziemlich weit vorangeschritten ist. Die Fassaden sind schon fast fertig, und ich denke wieder daran, dass sich die Stadt ständig erneuert, auch wenn mit dem Schloss ein Rückgriff auf vergangene Zeiten gewagt wird. Zur Spreeseite bekommt der Bau eine moderne Fassade, die ein wenig an den Palast der Republik erinnert, während an der Straßenseite Unter den Linden der pompöse Glanz vergangener Tage aufersteht. Read the rest of this entry »

Das neue Semester steht schon vor der Tür

7 June, 2019

Nicht ganz werden einige einwenden, noch ist das Sommersemester ja noch nicht mal beendet, aber es stimmt, bei uns laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. In Berlin habe ich mich mit allen KollegInnen getroffen, um den Herbst durchzusprechen. Gemeinsam mit Malin von Internationella Skolorna, der Rektorin Maxi von Die Neue Schule, den Lehrerinnen Dagmar (Grammatik, Übersetzung, schriftliche Sprachfertigkeit), Christiane (Literatur, Konversation, Aussprache und mündliche Sprachfertigkeit) und Thomas (Profilkurs EU) haben wir alles Wichtige für den Herbst durchgesprochen. Es fehlte nur Katharina (Realia). Wir haben ein tolles Team in Berlin!

Im Herbst werden wir sowohl den A-Kurs, 1TY101, anbieten als auch zum ersten Mal den Anfängerkurs 1TY161. Für Studierende eröffnet das die Möglichkeit, bis zu einem Jahr in Berlin zu bleiben und entweder nach 1TY161 im Frühjahr 2020 1TY101 zu studieren oder nach 1TY101 die Distanzkurse auf B-Niveau zu belegen.

Am Freitag war das Wetter dann auch so schön, dass ich ein Foto von der Neuen Schule machen konnte. Für unsere Studierenden, die gerade in Berlin sind, stand am Freitagabend ein gemeinsamer Theaterbesuch mit anschließendem Restaurantbesuch in einer Gaststätte, die österreichische Spezialitäten anbietet, auf dem Programm.  Deutsch zu lernen bedeutet mit allen Sinnen zu studieren und sowohl kulturelle als auch kulinarische Highlights zu erleben. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Berliner Kolleginnen für das beinahe abgeschlossene Frühjahrssemester und auch an Malin, die wie immer das Planungstreffen gut organisiert hat und den Studierenden bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Unseren Studierenden wünsche ich viel Erfolg bei den noch anstehenden Prüfungen.

Wie viele Sprachen spricht der deutsche Botschafter?

26 May, 2019

]Am 14. Mai besuchte uns der deutsche Botschafter in Schweden, Dr. Hans-Jürgen Heimsoeth, auf seiner ersten Reise nach Småland. Begleitet wurde er von seinem Pressereferenten Valdemar Wigers. Read the rest of this entry »

Wer ist eigentlich dieser Tisus?

24 May, 2019

Vor ein paar Tagen bin ich, Annabell, nach Lund gefahren. Gründe für einen kleinen Ausflug in die ca. 160 km entfernte Stadt im Südwesten Skånes gibt es sicher viele. Für mich aber stand in erster Linie eines auf der Tagesordnung: Tisus. Einige mögen sich nun fragen: Oh, ein Date vielleicht? Wer ist denn dieser ominöse Tisus? Was beinahe wie ein männlicher Vorname klingt ist, und jetzt kommt für den ein oder anderen vielleicht der enttäuschende Part, ein Schwedischtest. Ein Date mit der schwedischen Sprache also, wenn man so will… 😉 TISUS steht nämlich für „Test i svenska för universitets- och hogskolestudier”. Als Fertigkeitstest wird, im Gegensatz zur expliziten Kenntnisprüfung, die Performanz in den Bereichen Lesen, Schreiben und Sprechen überprüft. Der Fokus liegt also vielmehr auf dem Anwenden der Sprache, als dass beispielsweise Grammatik abgefragt wird. TISUS richtet sich an alle, die eine ausländische Gymnasialausbildung abgeschlossen haben und in Schweden studieren möchten. Ob ich wirklich einmal in Schweden studieren werde, steht noch in den Sternen. Ein Zertifikat, das mir meine Schwedischkenntnisse bescheinigt, macht sich aber sicher auch ganz gut im Lebenslauf. Darum wollte ich die Chance nicht ungenutzt lassen und habe mich der TISUS-Herausforderung gestellt. Und das sah wie folgt aus:

Los ging es mit dem Leseverstehen, welches aus 2 Teilen bestand: Zunächst mussten innerhalb von 50 Minuten fünf verschiedene Texte gelesen werden, zu denen es dann unterschiedlich schwierige Multiple Choice-Fragen zu beantworten galt. Im Anschluss daran wurde das Schnelllesen getestet. Dafür bekamen wir einen – ja, doch recht langen – Text, den wir innerhalb von 25 Minuten querlesen sollten. Hier war das Ziel, inhaltliche Fragen kurz und knapp zu beantworten. Die Antworten mussten also innerhalb kürzester Zeit im Text gefunden werden. Wer hier flinke Augen hat, kann sich glücklich schätzen, denn 25 Minuten können ganz schön schnell vorbei sein.

Nach dem Leseverstehen wurde uns eine kleine Pause gegönnt – 30 Minuten, um noch mal kurz Luft zu schnappen und neue Kräfte zu sammeln. Denn als nächstes ging es darum, einen argumentierenden Text zu schreiben. Unter Verwendung eines einsprachigen Wörterbuches und zu einem vorgegebenen Thema galt es nun, die eigenen Gedanken strukturiert und in „schlauem“ Schwedisch aufs Papier zu bringen. Aber auch das war schließlich nach intensiven 150 Minuten geschafft. Puh, Zeit für eine wohlverdiente Mittagspause und einen kleinen Spaziergang durch das idyllische Lund. Doch viel Zeit für einen Stadtrundgang blieb mir nicht, denn schon am Nachmittag ging es weiter mit dem letzten Teil des Testes, nämlich mit der mündlichen Prüfung.

Bereits eine Woche vor dem Test erreichten mich per Post zwei potentielle Diskussionsthemen, die in der Prüfung drankommen könnten. Welches Thema letztendlich aber an die Reihe kam, wurde uns erst in der Prüfung selbst gesagt. Mit zwei weiteren Prüflingen sollte ich schließlich 20 Minuten über das ausgewählte Thema diskutieren. Von Bedeutung war es, in neutralem Ton Vor- und Nachteile darzulegen. Im zweiten Schritt sollten wir dann einzeln einen kleinen Vortrag vorbereiten und diesen innerhalb von 2 Minuten präsentieren. Auch hier war es wieder einmal wichtig, unter Zeitdruck die eigenen Gedanken so gut es geht zu ordnen und schließlich strukturiert darzulegen – natürlich alles in der Fremdsprache Schwedisch. Nach so viel geistiger Anstrengung und einem Tag voller neuer Eindrücke war ich schließlich ganz schön müde, als ich mich am Abend wieder auf den Heimweg nach Växjö machte. Was für ein Tag!

Aber für die nächsten 5 Wochen, so lange dauert es nämlich ungefähr, bis das Ergebnis kommt, heißt es nun erstmal: Abwarten und Tee trinken. Oder, wie es hier in Schweden wohl gewöhnlicher ist: Abwarten und Kaffee trinken. – Und zu einer kleinen fika sage ich bestimmt nicht nein!

Studienreise nach England

10 May, 2019

Unsere Studentin Jaqueline Gratz, die Deutsch und Englisch studiert, berichtet:

Fünf Jahre Lehramtsstudium – das klingt ziemlich lange, und das ist es auch. Um diese Zeit etwas interessanter zu gestalten und um etwas Neues zu lernen, entschied ich mich, für drei Wochen nach England zu gehen. In diesen drei Wochen war ich, zusammen mit 14 anderen Lehramtsstudenten, in einer Schule in Sunderland. Die St Anthony’s Girls’ Catholic Academy ist eine reine Mädchenschule und die Schülerinnen sind zwischen elf und 18 Jahren alt. In diesen drei Wochen durften wir den Unterricht von unterschiedlichen Lehrern und Lehrerinnen verfolgen und sollten in einem kleinen Büchlein festhalten, was wir beobachten konnten. Aufbauend auf diesen Beobachtungen begannen wir mehr und mehr darüber nachzudenken, wie wir unsere zukünftigen Schülern und Schülerinnen beim Lernen unterstützen können. In Seminaren, die wir immer am Vormittag hatten, lernten wir selbst, was man in den Unterricht eingliedern könnte und auf welche Art und Weise der Lernerfolg sicher gestellt werden kann. Ich habe sehr viel in diesen drei Wochen gelernt, zu viel, um alles hier aufschreiben zu können. Eine Sache, die ich aber nennen möchte, ist die Art und Weise, wie in St Anthonys die Schülerinnen bewertet werden. Dort werden die Schülerinnen jede Stunde benotet und auf jede Arbeit, Hausaufgabe oder auch nur Übung, die die Schülerinnen machen, werden Noten erteilt. Die Lehrer verstehen das als Hilfestellungen, die den Schülerinnen zeigen, worin sie gut sind und was sie tun können,  um noch besser zu werden. Mir hat diese Art, die Schülerinnen zu unterstützen, gut gefallen. Ich finde, dass sollte auch in Schweden eingeführt werden, um Schülern hier ebenfalls die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln und selbst ihren Fortschritt zu sehen.

Alles in allem, hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Gerade weil das Lehramtsstudium so lang ist, sollten Möglichkeiten wie diese in jedem Fach angeboten werden. Besonders wichtig fände ich es allerdings für zukünftige Sprachlehrer. Selbst zwei oder drei Wochen in dem Land, in dem die Sprache gesprochen und im Unterricht benutzt wird, kann einem Studierenden dabei helfen, die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Erkenntnisse mit nach Hause zu nehmen.

 

 

 

Kafkas opublicerade verk: processen närmar sig slutet

6 May, 2019

Hier mal ein Text zu einem aktuellen Thema auf Schwedisch, geschrieben von unserem ehemaligen Studenten Konstantin Löwe!

En stor samling av Franz Kafkas outgivna texter kan komma att publiceras efter att ha legat undangömda i ett bankfack i Schweiz. Dokumenten, som sägs bestå av tusentals sidor brev, dagböcker och teckningar, har varit föremål för en långvarig juridisk tvist mellan flera parter. Efter ett beslut från Zürichs tingsrätt kan bankvalvet nu öppnas och dess innehåll skickas till Israels nationalbibliotek, som anser att texterna tillhör det judiska folket. Tyska litteraturarkivet menar istället att de tyskspråkiga papperen tillhör Tyskland. Read the rest of this entry »